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Faul, minimalistisch, engstirnig, phantasielos... Die Beamten könnten sich einen besseren Ruf vorstellen. Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass dieses Porträt mehr mit kollektiven Tagträumen, denn mit der Wirklichkeit zu tun hat.
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"Beim Staat gibt es nicht mehr Büromenschen als in der Privatwirtschaft"
Gabriel Bender, Soziologe, Fully
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Seit es sie gibt, werden sie von den Schriftstellern verspottet, von den Medien verdächtigt, am Stammtisch der Beizen macht man sich über sie lustig.
Die Erhebungen in der Schweiz und im Ausland ergeben jedoch unisono ein anderes Resultat. Die Beamten sind weder verschlossen noch faul. Ganz im Gegenteil beurteilt man sie als im Allgemeinen effizient, unbestechlich, kompetent und hilfsbereit. Der Westschweizer Fachmann bezüglich des Images der öffentlichen Dienste, Professor Yves Emery, versichert sogar, dass diese Umfragen für Beamte die besseren Resultate ergeben als solche bei der Privatwirtschaft! Wo liegt der Irrtum? Yves Emery hat für dieses Paradox mehrere Erklärungen (klicken Sie auf den Link nebenan).
Die Beamten möchten jedoch diese Klischeevorstellung loswerden. "Sie leiden darunter. Fragt man nach ihrem Beruf, ziehen sie es vor Staatsangestellter zu sagen oder ihre Funktion konkret zu beschreiben“ meint der Generalsekretär des ZMLB, Michel Perruchoud.
Konsequenz: Alle Verbände der öffentlichen Dienste platzieren die Aufwertung ihres Images in die Liste ihrer Prioritäten. Im Wallis zum Beispiel orientiert der ZMLB seine Anstrengungen in Richtung Kommunikation und Transparenz. Der Verband des Genfer Lehrpersonals (FEG) seinerseits hat soeben eine grosse Kampagne als Premiere lanciert. Plakate, Radiospots, Dias in den Kinos; man griff auf die traditionellen Mittel der Reklame. Warum nicht grosszügiger sehen und das Image sämtlicher öffentlicher Dienste aufwerten? Das Vorgehen wäre komplex und heikel. "Wollte man Polizisten, Spitalpersonal, Magistraten und Lehrpersonal unter der gleiche Fahne vereinen, hätte man die Tendenz, zu sehr
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• Die Beamten betreffende Zitate: kleine Blütenlese...
• Die Umfragen und Statistiken auf einen Blick...
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zu schematisieren und die “Botschaft“ auszudünnen, erklärt Michel Vincent, ehemaliger Präsident des Kartells der gemeinsamen Gewerkschaften der Genfer öffentlichen Dienste.
Zudem muss man ein Eigentor verhindern. Die FEG hat klargestellt, dass die 40'000.- Franken ihrer Kampagne aus eigenen Mitteln stammen und nicht aus dem Portemonnaie der Steuerzahler...
Meistens gibt man sich also mit punktuellen und diskreten Aktionen zufrieden. Eine Art Beweis durch Taten, welcher seine Früchte zu tragen scheint. Für den Soziologen Gabriel Bender beginnt das Image der Beamten sich zu ändern.
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